Stauraum in der Wohnung finden

Es gibt viele gute Gründe dafür, einen Wohnungs- oder Hauswechsel anzustreben. Allerdings ist dieses Vorhaben in Zeiten wie diesen leichter gesagt als getan. Wer in einer Großstadt auf der Suche nach größeren Immobilien Ausschau hält, wird zumeist enttäuscht. Platz ist ein Luxusgut geworden, das nicht auffindbar oder bezahlbar ist. Potentielle Mieter haben zwar ihre Erwartungen schon nach unten geschraubt. Dennoch ist es häufig die einzige Option, noch mehr aus den eigenen vier Wänden herauszuholen und zusätzlichen Stauraum zu schaffen. Doch wie funktioniert dieses Vorhaben?

Raumnot macht erfinderisch

Immobilieneigentümer haben genügend Freiheiten, um mehr Stauraum zu erschaffen. Häufig bedarf es nur eines Vorschlaghammers, um sich freier, ja offener zu fühlen. Mieter haben diese Valenzen natürlich nicht. Andere Lösungen müssen gefunden werden. Dabei kann es helfen, sich an einen Architekten oder versierten Innenausstatter zu wenden. In einem Gespräch verrät die Berliner Einrichtungsberaterin Anja Ring, dass sie in Kooperation mit ihren Kunden zuerst den jeweiligen Wohnungsgrundriss in Wege und Räume unterteilt. Wege werden für Strecken innerhalb der eigenen vier Wände aufgezeichnet. Räume werden einzelnen Funktionen zugeordnet. Wer einen Grundriss aus dieser Perspektive betrachtet, stößt schnell auf ungenutzte Bereiche – die perfekten Orte für mehr Stauraum.

Unkonventionelle Raumkonzepte festlegen

Bei einem Check einzelner Zimmer ist es sinnvoll, sich von Konventionen über klassische Zimmerfunktionen zu distanzieren. Beispielsweise stellt sich die Frage, wofür welche Räume genau genutzt werden. Wer beispielsweise am liebsten mit dem Laptop auf dem Sofa arbeitet, kann möglicherweise auf einen Schreibtisch verzichten. Der nur gelegentlich genutzte Drucker kann problemlos hinter Türen aufbewahrten Regalen verstaut werden. Eventuell kommen verschiedene Bereiche für eine Mehrfachnutzung in Betracht. So spricht beispielsweise nichts dagegen, dass Elternschlafzimmer tagsüber als Tummelplatz für Kinder benutzt werden.

Ein guter Mix aus Ruhezonen und Funktionsecken

Am effektivsten ist eine Planung von Kunden und Innenarchitekten natürlich, wenn die Gespräche in der Wohnung oder dem Haus vor Ort stattfinden. Vor Beginn der Umräumarbeiten ist es wichtig, dass eine Kombination aus Ruhe und Kompaktheit einen Wohlfühlfaktor erzeugt, der zugestellte und freie Flächen vereint. Insbesondere in kleinen Räumen sind kleine Ruhezonen wichtig, die sich durch freie Flächen und Sichtachsen auszeichnen. Erscheinen in Wohnungen gelegentlich freie Inseln, wirken Räume insgesamt großzügiger. Der Mut zur kleinen Lücke hat eine große Wirkung – garantiert.

Funktion vor Dekor!

Auf eine grobe Einteilung folgt der Feinschliff. Getreu der Devise "Funktion vor Dekor" ist es wichtig, vor allem deckenhohe und kompakte Schränke für ein Verstauen von Inventar auszuwählen. Im Gegensatz dazu sollten besonders schöne Lieblingsmöbel an Plätzen positioniert werden, an denen das Mobiliar gut zur Geltung kommt. Dadurch wechseln sich Orte mit Wohlfühlcharakter und Staumöglichkeiten sinnvoll ab. Ein Einziehen kompletter Zwischenebenen ist eine gute Option für den Altbau. In einem Neubau mit niedrigen Decken wirken zusätzliche Böden als Stauraum noch einengender. Dennoch vergrößern sich die Staukapazitäten durch diese Maßnahme nicht wesentlich.

Auf kleine Details achten

Eine effektive Lösung zur vollständigen Ausnutzung des Flurs sind Ober- und Unterschränke. Insbesondere der Flur ist bei vielen Wohnkonzepten ein Ort, der ein großes Potential für Stauraum bietet. In kleinen Wohnungen ist es außerdem ratsam, hinter den Türen befindlichen Platz zu nutzen. Dies geschieht beispielsweise, indem Decken- und Wandregale angebracht oder kleine Schränke hingestellt werden. Muss ein nicht passendes Regal erst passend gemacht werden, sind vorgefertigte Regale mit kombinierbaren Böden und Außenwänden eine gute Option. Dieses Mobiliar könnte bei Anlaufstationen wie dem Baumarkt auf die gewünschten Maße zurecht verarbeitet werden. Unterschiedliche Module und Tiefen von Schränken dienen einer effektiven Nutzung des Platzes durch Schubladen. Außerdem sollten in kleinen Küchen Oberschränke angebracht werden. Generell sollten die Gegenstände im hinteren Bereich von Schränken & Co. verschwinden, die so gut wie gar nicht benötigt werden. Wer sich von unbenötigtem Inventar trennt, löst jedoch viele Stauraumprobleme auf einmal. Schließlich beugt regelmäßiges Ausmisten jeglicher Raumnot vor.

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