Klimafreundlich bauen - finanzielle Förderungen sind in Planung

Der Neubau eines Hauses ist ein Unterfangen, das Bauherren vor besondere Herausforderungen stellt. Voller Vorfreude blicken viele Hausbesitzer jedoch dem Einzug entgegen. Doch in Zeiten des Klimawandels gibt es noch eine weitere Komponente, die bei der Errichtung der eigenen vier Wände zunehmend an Bedeutung gewinnt. Schließlich können gut durchdacht gebaute Häuser einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Ob umweltfreundliche Heizsysteme, effiziente Dämmungen oder neue Fenster – es gibt viele Möglichkeiten, um vom ersten Ziegel an auf ein umweltfreundliches Konzept zu setzen. Besitzer älterer Immobilien könnten ergänzend eine staatliche Förderung erhalten. Zudem spricht die CSU von einer staatlichen Anleihe von zwei Prozent als Rendite für Sparer.

Klimafreundlich bauen

Winken Fördergelder vom Staat für Besitzer älterer Wohnobjekte?

Dementsprechend dürfen Besitzer älterer Immobilien auf Fördergelder durch den Staat hoffen, wenn diese Modernisierungsmaßnahmen im Sinne des Klimaschutzes durchführen. Eine mögliche Idee ist seitens des Bundesbauministeriums eine staatliche Förderung, falls nicht das komplette Haus saniert wird. Denn soll ein in den 1960er oder 1970er Jahren erbautes Haus heute umfassend saniert und modernisiert werden, müssten Bauherren mit hohen Ausgaben rechnen. Deshalb sind Lösungen für dieses Problem besonders wichtig.

Die Idee: eine staatliche Anleihe von zwei Prozent

Um die Klimaschutzvorhaben deshalb realisieren zu können, schlägt die CSU eine staatliche Anleihe in Höhe von zwei Prozent an Zinsen für Sparer vor. So könnte sich die CDU eine Abwrackprämie für ältere Ölheizungen vorstellen. Ergänzend dazu spricht Andreas Jung – Fraktionsvize der CDU – von einer Umweltprämie im Wert von mehreren tausend Euro. Diese Prämie würden Hausbesitzer erhalten, wenn sie den Wechsel auf eine klimafreundliche Heizung wagen. Ein wichtiger Stichtag könnte der 20. September sein. An diesem Tag möchte sich das sogenannte Klimakabinett auf ein Maßnahmenpaket einigen.

Politiker vertreten verschiedene Meinungen

Laut Aussagen der parteilosen Staatssekretärin Anne Katrin Bohle sollte eine energetische Sanierung einzelner Teilelemente steuerlich gefördert werden. Eine entsprechende steuerliche Förderung ist bereits seit längerer Zeit in aller Munde sowie im Koalitionsvertrag der SPD und Union verankert. Ergänzend gibt Horst Seehofer als Vertreter der CSU vom Bauministerium zu verstehen, dass sich Steuereinnahmen um mindestens eine Milliarde reduzieren könnten, falls Sanierungen für höheren Klimaschutz steuerlich abgeschrieben werden könnten. Diese Regelung könnte ein wichtiger Bestandteil des in einigen Tagen durch das Klimakabinett zu beschließenden Maßnahmenpakets sein. Der Gebäudebereich ist für das Klimakabinett besonders wichtig. Denn aus diesem Bereich stammten im letzten Jahr nach derzeitigen Informationen des Umweltbundesamts rund 117 Millionen der insgesamt 866 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalent. Treibhausgase werden häufig in dieser Einheit angegeben, weil CO2 bzw. Kohlendioxid den größten Anteil aufweist. Somit wird Gebäuden ein Anteil von 13,5 Prozent des deutschen Treibhausgas-Ausstoßes zugerechnet. Dieser Ausstoß soll sich bis 2030 allerdings auf ungefähr 72 Millionen des CO2-Äquivalents reduzieren.

Klimaschutz-Ziele müssen mit entsprechenden Anreizen realisiert werden

Gesetzte Klimaschutz-Ziele könnten laut Aussage von SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze aber auch nur erreicht werden, wenn entsprechende Anreize, Fördermaßnahmen sowie ordnungsrechtliche Vorschriften vorhanden sind. Diese könnten mit dem aktuell bestehenden Gebäudeenergiegesetz noch zu niedrig ausfallen. Bis 2050 – so ein mögliches Ziel – sollten alle innerhalb Deutschlands errichteten Gebäude klimaneutral gestaltet sein und somit auch kein CO2 mehr verursachen. Allerdings müssten die Neubaustandards für dieses Ziel maßgeblich korrigiert werden.

Klimaschutz kostet Geld, viel Geld

Zu diesem Thema äußert sich ebenfalls CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, demzufolge für den Klimaschutz mehrere Milliarden Euro in klimafreundliche Technologien investiert werden müssten. Demzufolge ist es besonders wichtig, einen Anreiz für Bürger durch garantierte Positivzinsen zu erschaffen. Seiner Meinung nach wäre eine Klimaanleihe eine sinnvolle Lösung, die eine staatlich garantierte Rendite von zwei Prozent jährlich sowie eine Laufzeit bis 2030 inkludieren könnte. Diese über eine Laufzeit von zehn Jahren fortschreitende Rendite sollte durch die Förderbank KfW gewährleistet werden.

Keinen Zinsfrust aufkommen lassen

Diese Idee heißen die stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzenden Georg Nüßlin (CSU) sowie Andreas Jung (CDU) gut. Ihrer Ansicht ist diese Klimaanleihe eine sinnvolle Methode, um Bürger aktiv am Klimaschutz zu beteiligen und Zinsfrust entgegenzuwirken. Einer anderen Maßnahme stehen die Grünen skeptisch gegenüber. Diese Politiker kritisieren, dass der Bund durch die KfW noch immer den Einbau von neuen Ölheizungen über Kredite und Zuschüsse finanziell unterstützt. Auf Nachfrage erklärten die Grünen gegenüber dem Wirtschaftsministerium außerdem, dass allein im Jahr 2018 allein 17.400 Ölheizungen subventioniert wurden. Zuschüsse beliefen sich auf 40 Millionen Euro. Das Volumen geförderter Darlehen betrug hingegen 74 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2019 lagen schon wieder Zuschüsse für knapp 7.000 neue Ölheizungen in Höhe von 20 Millionen Euro vor. Diese Maßnahme entspreche nach Meinung der energiepolitischen Grünen-Bundestagsfraktions-Sprecherin Julia Verlinden keinem klimatechnischen Fortschritt, sondern vielmehr einem Rückschritt.

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